Weingut Reichsgraf und Marquis zu Hoensbroech

Verband deutscher Prädikatsweingüter VDP

Kontaktinformationen

Rüdiger Graf Hoensbroech
Hermannsberg
74198 Angelbachtal, Baden

Telefon: 0 72 65 / 91 10 34
Telefax: 0 72 65 / 91 10 35


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Kommentare zum Weingut


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  1. Prietz aus Potsdam am 09.11.2006

    Gedanken zur Sendung: Die Tricks der Weinemacher, ARD-Reportage vom 8.11.06

    Meine Devise lautet:
    WEIN – das göttliche Getränk - im Wein ist die Wahrheit

    Ist sie aber wirklich noch in Weinen mit Holzchips und modischen Aromastoffen? Für mich und meinem italienischen Weinkenner sind das Zirkusnummern, die nichts mit Tradition und dem natürlichen Bild von Jahr zu Jahr zu tun haben – ein Bild eben mit göttlichen Werten. Also: Es lebe der Wein, eben das göttliche Getränk- das natürliche Kulturgut!

    Nach der Sendung brodelte es in mir nicht nur wie eben Gärblasen aufsteigen- es explodierte die Ablehnung solcher Denkweisen wie sie der Vorsitzende des VDP, Gerd Aldinger, vortrug.
    Fortschrittsstürmer glauben auch auf anderen Gebieten sklavisch daran, dass „höher, weiter, schneller, größer auch besser sei“.
    Da halte ich es lieber mit Herrn Löwenstein, Dr. Heger oder Graf Hoensbroech – Wein ist ein natürliches Kulturgut, welches bestätigenderweise in der deutschen Fernsehwerbung nicht oder nicht dominant ist wie etwa Bier. Hat es der Wein nicht nötig – ich sage ja, denn zu einem Kulturgut findet man ohnehin nicht über die profane Fernsehwerbung.

    Der Deutsche äfft mangels eigener Identität gern Ausländern nach- ich verweise auf das unerträgliche Denglisch, das in immer drastischerer Form um sich greift- was ein Italiener oder Franzose nie tun würde! Dieses Nachäffen gipfelt in der Rot-Kreuz-Blutkonserven-Verpackung für Industriewein und ganz besonders in den Holzchips ohne dass sich solche Vertreter die Mühe machen nach dem Warum zu fragen.

    In der Antike nämlich wurde der Wein in Keramikkrügen und –amphoren bereitet und aufbewahrt. Diese Keramikgefäße konnten nur bestimmte Mengen aufnehmen, sonst zerbrachen sie (für die Größe war auch die Fertigungstechnik und Transportzwänge kennzeichnend). Mit dem Holzfass gelang es diese Hürde zu nehmen aber mit einer Geschmackseinbuße, da das Holz- anders als die Keramik- seinen Geschmack an den Wein abgab, was anfangs gar nicht gemocht wurde. Dennoch das Fass setze sich durch. Nun diesen Umweg der Geschichte, die also vom reinen Geschmack wegführte, mit Chips manifestieren zu wollen, ist eigentlich ein Frevel und Unsinn zugleich. Man sollte lieber die Chance, die neue Werkstoffe bieten, nutzen, um diesen geschichtlichen Umweg ausbügeln.
    Die Holzchips erinnern mich an eine der Geschichte nachempfundenen Figur aus Stahl im Schlosspark Charlottenburg in Berlin. Dort lehnt sich die Figur an einen Baumstumpf- an sich nichts Ungewöhnliches, wenn man nicht wüsste, dass das antike Original zu diem Trick mit dem Holzstumpf greifen musste, weil Marmor die Festigkeit nicht hatte um die Figur zu halten. Diesen Mangel des Marmors hätte man bei der Stahlnachbildung weglassen können aber man übernahm ihn wie man Holzchips einführt um einen geschichtlichen Umweg zu untermauern.

    Farbstoff-, Aroma- oder gar Glycerinzusätze für Modeweine- nein, das führt vom leider nicht wie beim Bier geschriebenen Reinheitsgebot und von der Kultur schlechthin in unerträglicher Weise weg.

    Ich hoffe, es wird nicht zu spät umgedacht, denn im Wein liegt die Wahrheit und nicht das Mogeln und wenn die Kalifornier panschen, dann sollen sie doch panschen- ich kaufe diese Industrieweine nicht- sondern Weine in denen die wahren Kulturwerte ruhen- Disneyland soll in Amerika bleiben, denn Dionysos war ein „alter“ Europäer und der Mensch sollte auch auf anderen Gebieten nicht alles tun, was er in der Lage wäre zu tun – weniger ist meist mehr und Gott wird er NIE!!

    Horst Prietz
    Potsdam

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  2. Dr.Christian Ruge aus Frankfurt am 30.10.2006

    Für uns einer der besten Weißburgunder-Produzenten Deutschlands. Auch der Auxerrois ist phantastisch. Und einer der ehrlichsten Winzer: der Wein soll nach dem Weinberg schmecken. Tricks im Weinkeller gibt es hier nicht. Zu Unrecht kaum besprochen in den chicen Weinzirkeln, aber das scheint dem Grafen auch gar nicht so wichtig zu sein... ein Geheimtipp!

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