Hessische Bergstraße

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Frühlingserwachen

"Hier fängt Deutschland an, Italien zu werden", rief Kaiser Joseph II. aus, als er auf der Rückreise von Frankfurt an der Bergstraße Halt machte. Denn am westlichen Fuß des Odenwaldes beginnt der Frühling früher.Wenn es andernorts noch fröstelt, setzt an den westlichen Ausläufern schon die prachtvolle Mandelblüte ein. Nur kurz gefolgt von Forsythien, Kirschen, Aprikosen und Magnolien.

Aber nicht nur an der herrlichen Natur kann man sich erfreuen. Ob Zwingenberg, Heppenheim, Alsbach oder Bensheim - überall laden gepflegte Altstadtviertel die Gäste zum Verweilen ein. In den quirligen Orten längs der alten Römerstraße und in den stillen Tälern des Odenwaldes bemüht man sich, jedem Wunsch der Gäs-te gerecht zu werden. Bei Wild und Forelle aus dem Odenwald und einem guten Bergsträßer Wein fühlt man sich hier schnell zu Hause.

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Bildquelle: Deutsches Weininstitut

Der hessische Teil der Bergstraße ist seit 1971 eigenständiges Weinanbaugebiet, dessen Rebfläche von etwa 460 Hektar sich im Norden bis nach Groß-Umstadt erstreckt. Die besten Lagen findet man jedoch in den zum Rheintal hin geneigten Hängen, oft in größerer Höhe. Am Melibokus bei Zwingenberg, dem höchsten Berg der Region, sind die oberen Teile der Lagen terrassiert. Durch die Aufgliederung in viele kleine Parzellen und Terrassen wirken die Weinberge auf Urgesteinsböden sehr malerisch.

In dem bis zur Wiedervereinigung kleinsten unter den deutschen Weinbaugebieten werden vornehmlich trockene und halbtrockene Weine erzeugt. Die Hauptrebsorte Riesling ist typisch für das Gebiet und wird ergänzt durch Rivaner, Grauburgunder, Silvaner, Kerner und Weißburgunder. Stark im Kommen ist der Anbau der roten Sorten Spätburgunder, Dornfelder und St. Laurent.

Quelle Deutsches Weininstitut